Hallo,
wie ich die BW kenne und einschätze, wird man versuchen, Ihren Sohn trotzdem tauglich zu mustern. Ich vermute mal, dass Sie den Situs Inversus bereits im Fragebogen zur Musterungsvorbereitung angegeben haben und per Attest hinreichend belegt haben. Da die BW in diesem Fall trotz Kenntnis des Sachstandes nicht auf die Musterung Ihres Sohnes verzichten möchte, denke ich, dass die darauf hoffen, das er den Kriegsdienst verweigert. Wäre die Sachlage nämlich klar (Ausmusterung bei Situs Inversus in jedem Fall), hätte man ihn vermutlich nach Aktenlage auf schriftlichem Wege bereits ausgemustert. Ich würde wie folgt vorgehen: Keinesfalls den Kriegsdienst mit der Waffe verweigern, dann bei der Musterung (sofern irgendwie der Eindruck entsteht, dass die Ärzte von einer Tauglichkeit ausgehen) energisch darauf hinweisen, das er befürchtet, im Verwundungsfalle nicht richtig versorgt zu werden, da er ja kaum mit einem Zettel um den Hals herumlaufen kann, auf dem steht „Bei mir ist alles verkehrtrum“ oder „Ich trage meine Leber links“. Das sollte dann eigentlich ausreichen. Das klingt jetzt natürlich weit hergeholt, aber Sie müssen immer bedenken, dass die BW eine Armee ist und die Verwendungsfähigkeit vor allem im Krisenfall gegeben sein muss. Sollte das wider erwarten nicht funktionieren, bin ich jederzeit im Rahmen meiner Dienstleistung (siehe www.Zickenrott.de) für Ihren Sohn da.
Gruß Peter Zickenrott