Hallo und erstmal Danke für die vielen Informationen die man hier bekommt.
Kurz zu meiner Situation:
Ich plage mich seit neustem auch wieder mit der Bundeswehr herum. Ich beende meine Ausbildung in den nächsten Wochen und bin noch ein paar Wochen zurückgestellt. Nach der Ausbildung würde ich gerne ein Studium beginnen und ich habe keine Lust ein Jahr zu verschwenden. Vor allem da das Studium auf meiner Ausbildung aufbaut und ich ungern 12 Monate aus dem Rhythmus geschmissen werden möchte.
So nun zu mir:
Ich leide seit etwa 4 Jahren an Tinitus auf einem Ohr. Ursache war ein zu lauter Silvesterböller der neben meinem Ohr explodiert ist. Seitdem ist mein Ohr extrem empfindlich. Auch mit Ohrenstöpseln leide ich jedes Jahr nach Silvester erneut unter starken Ohrgeräuschen. Das belastet mich nicht nur seelisch sehr sondern führt auch zu körperlichen Beschwerden wie Schlaflosigkeit und der damit verbundenen Trägheit und Unaufmerksamkeit tagsüber. Mit den folgenden Monaten wird es zwar meistens etwas besser, aber wirklich weg ist es nie. Ich meide laute Geräuschkulissen. Ich war seitdem in keiner Disco, auf keinem Konzert und Besuche auch keine Fußballspiele mehr. Selbst der Klang einer Gashupe wäre mir zu laut. Mein Ohr ist schnell getstresst und das merke ich auch. Ich habe durch mein Leiden allerdings keine dauerhafte Hörschädigung davongetragen. Wofür ich auch sehr dankbar bin.
Weiterhin hab ich in regelmäßigen Abständen starke migräneartige Kopfschmerzen, deren Ursache nicht geklärt ist. Ich war deswegen schon in der Physiotherapie und hab teilweise nachts schon Schmerztabletten gegen Bandscheibenvorfälle genommen, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe. Diese Schmerzen habe ich nicht regelmäßig, etwa alle 3-4 Monate vielleicht. Sie kommen plötzlich und dauern dann über mehrere Tage an. Dann liege ich teilweise nächtelang wach und schlafe nur wenige Minuten. Ich renne deswegen auch nicht mehr zum Arzt, da bis jetzt eigentlich nichts geholfen hat. (Liegt vielleicht an den Ohrgeräuschen bzw. der damit verbundenen seelischen Belastung?)
Meine Frage ist nun, können diese beiden Beeinträchtigungen tendenziell als Ausmusterungsgrund dienen?
Weiterhin würde mich interessieren, wie ich jetzt vorgehen sollte. Ich wurde vor 2 Jahren ja schon ein Mal gemustert, denke allerdings das zumindest mein Tinnitus Leiden nicht richtig anerkannt wurde. Das Problem der Kopfschmerzen hatte ich damals noch nicht. Kann ich damit erst kommen, wenn mein Einberufungsbescheid kommt oder ist dann alles zu spät? Ich würde mich ungern selber melden, evtl. werde ich ja einfach vergessen.
Danke im voraus für die Antwort
Gruß
Hannes